Ein Gespräch mit Ad Kranendonk, Commercial Director bei Flier Systems
Für viele Anbauer beginnt das Gespräch über Automatisierung mit einer einfachen Frage: Wie viel Arbeit kann ich einsparen? Das ist ein logischer Ausgangspunkt. Aber laut Ad Kranendonk, der seit fast vierzig Jahren bei Flier Systems arbeitet, ist das nicht das Ende der Geschichte.
Ad begann 1988 bei Flier, direkt nach der Schule. Er startete in der Zerspanung — kleine Teile fertigen, dann Montage und Installationen. Als eine Serviceabteilung von Grund auf aufgebaut werden musste, half er dabei. Im ersten Jahr allein fuhr er rund 60.000 Kilometer.
Dieser praxisnahe Hintergrund prägt seine Arbeit bis heute. „Ich weiß, wovon ich rede. Ich habe selbst an diesen Maschinen gearbeitet. Und manchmal tue ich das noch. Wenn ich etwas empfehle, muss es funktionieren."
Mit der Zeit wechselte er in eine kaufmännische Rolle — nicht weil die technische Arbeit ihren Reiz verloren hatte, sondern weil er eine Chance sah. „Damals gab es keinen wirklich kommerziellen Ansatz bei Flier Systems. Also bin ich rausgegangen, habe Kunden besucht und das aufgebaut."
Wenn Anbauer über Automatisierung nachdenken, steht Arbeitskraft immer ganz oben auf der Liste. Ad versteht das. „Es ist logisch, weil es sichtbar ist." Aber er weist schnell darauf hin, dass das Gesamtbild interessanter ist.
„Automatisierung macht Prozesse konsistenter. Weniger abhängig vom Zufall. Man reduziert Fehler und gewinnt mehr Kontrolle. Es verbessert auch die Art, wie Menschen arbeiten. Und am Ende sieht man es — bessere Pflanzen, zufriedene Kunden, bessere Arbeitsbedingungen."
Ein Beispiel ist ihm besonders in Erinnerung geblieben. Ein Kunde, Marconi, erhielt einen Anruf von einem seiner eigenen Kunden, der fragte, was sie verändert hatten. Der Unterschied in der Pflanzenqualität war sofort spürbar — weiter unten in der Kette, nachdem Marconi in eine Flier-Maschine investiert hatte. „In diesem Moment weiß man, dass es funktioniert."
Wenn Ad den heutigen Markt betrachtet, sieht er überall dieselben Kräfte am Werk. Personal ist schwerer zu finden. Prozesse müssen konsistenter werden. Qualitätsanforderungen steigen.
„Gleichzeitig wird der Anfang der Kette immer wichtiger. Die junge Pflanze bestimmt einen großen Teil des Endergebnisses. Gleichmäßigkeit, Ertrag, Erntefrequenz — alles beginnt dort."
Und da die Welt unberechenbarer wird, wächst die Bedeutung eines zuverlässigen Prozesses immer mehr. „Das macht es noch wichtiger, dass Ihr Prozess einfach funktioniert."
Nach fast vierzig Jahren ist Ads wichtigste Lektion auch eine der praktischsten: Die Frage, die man stellt, bestimmt die Lösung, die man bekommt.
„Wir haben einmal ein System gebaut, das technisch perfekt war. Kapazität, Aufbau, alles stimmte. Aber wir hatten es auf das Wochenvolumen ausgelegt, nicht darauf, wie die Arbeit über die Woche verteilt war. Zu Spitzenzeiten brauchte der Kunde doppelte Kapazität. Statt ein Problem zu lösen, schufen wir eines."
Die Lektion, die er daraus zog: „Jedes System löst etwas, schafft aber auch eine Einschränkung. Man muss bei beidem ehrlich sein."
Das ist eine Denkweise, die sich durch alles bei Flier zieht. „Ein Kunde sollte niemals sagen: Das hat nicht zu unserem Unternehmen gepasst. Wir empfehlen Dinge, die ihr Unternehmen wirklich verbessern. Und wir machen weiter, bis es funktioniert. Nicht bis es geliefert ist."
Dieses Gespräch ist Teil unseres Magazins Ready to Grow Your Future — erhältlich an unserem Stand auf der Greentech Amsterdam. Holen Sie sich Ihr Exemplar an Stand #02.331, 9. bis 11. Juni 2026.
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